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IDENTITÄT - IDENTITY
Düstere Nacht, strömender Regen und ein einsames, verlassenes Motel mitten in der Wüste von Nevada. Hier finden sich nacheinander 10 gestrandete auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Personen ein. Überschwemmte Straßen, ein Unfall auf klitschnasser Fahrbahn und funktionslose Telefone bringen die unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammen: Da ist zu einem der Limousinen Chauffeur und wie sich später entpuppt, der Ex-Cop Ed (John Cusack). Er landet in dem Motel des Grauens zusammen mit der Schauspielerin Caroline Suzanne (Rebecca de Mornay), genauso wie der sehr selbstsicherer Cop Rhodes (Ray Liotta) und sein Gefangener, der entflohene Verbrecher Maine (Jake Busey), der seinem berühmten Vater (Gary Busey) wie aus dem Gesicht geschnittene ist. Zu dieser Mischung gesellt sich ein auf der Flucht befindliches Callgirl, namens Paris (Amanda Peet) und ein vor neun Tagen in Las Vegas frisch getrautes Pärchen Ginny (Clea DuVall) und ihr sich in Vaterfreuden wähnender Ehemann Lou (William Lee Scott) ebenso wie die scheinbar ganz normale amerikanische Durchschnitts Familie, mit dem, wie sich später herausstellen wird, Stiefvater George York (John C. McGinley), dem schweigsamen Sohn Timothy (Bret Loehr) und der Ehefrau und Mutter Alice, (Leila McKenzie) und schlußendlich ein ziemlich nervöser Hotel Manager Larry (John Hawkes).
Nach einer kurzen und recht harmlosen Einführung der Protagonisten, geht es Schlag auf Schlag. Erst scheint es, daß Regisseur James Mangold mal wieder eine typische, vorausschaubare “10-kleine-Negerlein” Geschichte erzählt, in der alle eingängigen Gruselfilm Aspekte ihren Klischees folgen. Doch immer mehr entwickelt sich die Story. Es stellt sich schnell heraus, daß jeder der zehn Charaktere mindestens ein dunkles Geheimnis hütet. Und doch scheint sie alle etwas zu verbinden. Immer abstruser und vor allem immer suspekter scheint ein gemeinsames Unterfangen, dem Grauen des Motels zu entrinnen. Glaubt man, jeder wisse doch schon längst, wer der Mörder ist, wendet sich das Blatt um 180 Grad, und das nicht nur einmal. Eine scheinbar übernatürliche Hetzjagd nach einem Serienkiller ist eröffnet.
Zum Ende hin schließt sich der Kreis mit dem am Anfang eingeführten Fall, eines Psychiaters, der seinen Patienten, den Psychokiller Malcolm Rivers vor dem Tode bewahren will. Doch anstatt die eigenartigen Vorfälle in dem Motel zu verstehen wird dies, Dank diesem, für den Fall sehr wichtigen Handlungsstrang alles nur noch verwirrender.
Ein Schocker, der wohl alle Zweifler des guten Psychothrillers eines besseren belehrt. Ein Film voll explosiver Bilder, einer sich ständig wechselnden Geschichte mit vielen kleinen und auch riesigen emotionalen Höhepunkten, nervenzerreißender Spannung, einer großartigen Kameraführung und innovativen Schnittideen. Ein Film bei dem nach Ende der 90 Minuten nicht nur Witz, Spannung und düstere Bilder in Erinnerung bleiben sondern einem starke Sebstzweifel an seiner eigenen IDENTITÄT aufkommen lassen.
VORSICHT! Ein kleiner Tip: Der Film ist erstens nichts für schwache Nerven und zweitens nichts für Psychopathen und Menschen mit einem Hauch zu multiplen Persönlickeitsempfinden!!!
VH
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